Im Jahre 1912 übernahm Jean Sion die Dombrauerei von Joseph
Schwartz (Malzmühle). Im Gebäude der Brauerei wurde bereits seit 1838 Bier
gebraut. In den 30er Jahren wurde jährlich 4.000 - 6.000 hl Bier
produziert, zusätzlich wurden noch untergärige Biere als Handelsware
vertrieben.
Im Jahr 1938 wurde die „Dombrauerei“ in „Altstadt-Bräu“
umbenannt. Freiwillig war dieser Namenswechsel allerdings nicht. Die
Hirschbrauerei, zu dieser Zeit die größte Kölner Brauerei, hatte im Jahr
1936 ein neues Pils auf den Markt gebracht und dieses „Dom-Pils“ genannt.
Der Name Hirsch erinnerte zudem noch an die vom Naziregime enteigneten
Hauptaktionäre der Brauerei, die jüdische Familie Jakob Feite. Was lag da
näher als ein „namentlicher Neuanfang“. Im Jahr 1938 verklagte so die große
Hirschbrauerei die kleine Dombrauerei Sion-Risch. Obwohl diese den Namen
„Dombrauerei“ bereits seit 37 Jahren führte, bekam die Hirschbrauerei den
Namen zugesprochen. Angeblich wurde aber eine Abfindung gezahlt.
Bei alliierten Luftangriffen in den Jahren 1942 und 1943 wurde
die Brauerei völlig zerstört. Am 13. April 1951 wurde das Brauhaus Sion wieder eröffnet,
allerdings nicht die Brauerei. Sion Kölsch wurde zuerst als Lohnsud bei Früh gebraut,
als der Absatz stieg bei Mühlen und anschließend bei der Brauerei Roleff in
Bergheim Thorr. Im Jahr 1978 wurde die Produktion dann in die Hubertus-Brauerei (»
Gereons) verlagert. Wicküler hatte 1978 die Majorität an der
Hubertus-Brauerei erworben, und da Sion ebenfalls mit Wicküler verbandelt
war, lag der Umzug nahe. 1993 wurden die Gebäude der ehemaligen
Hubertus-Brauerei komplett aufgekauft. Dort wurde bis zum Abriss der Gebäude
im Jahre 1995 produziert. Seit 1994 gehört Sion zum „Kölner Verbund“ und
wird seitdem in der
Bergische Löwen Brauerei in Köln-Mühlheim gebraut. 1996 betrug der Ausstoß
ca. 200.000 hl und sank dann im Jahr 2000 auf ca. 140.000 hl und ist seitdem
stabil. Sion-Kölsch ist zusammen mit Gilden-Kölsch eine der beiden
Premium-Marken des Haus Kölscher Brautradition und steht deshalb, im
Gegensatz zu vielen anderen Marken des Haus Kölscher Brautradition (Küppers,
Peters, Sester, Kurfürsten, Dom), auf relativ sicheren Füßen.
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(021)
Dom nicht aus Strichen sondern als durchgehende Fläche, Türme mit Kreuz
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(039)
Dom schon aus Strichen, Türme noch mit Kreuzen
(Sammlung Kahl) |
(008)
hoher Schrifttyp beim "Kölsch", Beginn unterm "i", bis auf
gestricheltem Dom identisch mit 021,
Dom: 3 Spitzen, 17 Striche
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(001)
niedriger Schrifttyp beim "Kölsch", Beginn unterm "S", ohne "Linksstrich" beim "i",
"
Sion" 4,4 cm breit,
Dom: 4 Spitzen, 21 Striche,
Varianten in 0,2 und 0,25l
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(022)
niedriger Schrifttyp beim "Kölsch", Beginn unterm "S", ohne "Linksstrich" beim "i",
"
Sion" 5,1 cm breit
Dom: 4 Spitzen, 21 Striche
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(016)
niedriger Schrifttyp beim "Kölsch", Beginn unterm "S", mit "Linksstrich" beim "i",
Dom: 4 Spitzen, 21 Striche |
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(038)
Dom nicht aus Strichen sondern als durchgehende Fläche, "Sion" schon in
Blau, aber "Kölsch" noch wie bei den weißen Varianten
(Sammlung Kahl) |
(012)
"Sion" 51 mm breit,
"Ö"-Punkte nicht mit "O" verbunden,
"rein obergärig" eng geschrieben
Dom: 3 Spitzen, 19 Striche
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(013)
Sion" 51 mm breit, "
Ö"-Punkte nicht mit "O" verbunden, "rein obergärig" weit geschrieben,
"g" wie "o" mit Haken unten,
Dom: 3 Spitzen, 19 Striche
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(002)
"Sion" 47 mm breit,
"Ö"-Punkte nicht mit "O" verbunden, "rein obergärig" eng und in
anderem Schrifttyp wie 012, "g" viel kleiner als "o"
Dom: 3 Spitzen, 19 Striche
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(003)
"Sion" 46 mm breit,
"Ö"-Punkte mit "O" verbunden, "rein obergärig" weit geschrieben, "g" wie
"o" mit nicht geschlossenem Haken unten,
Dom: 4 Spitzen, 20 Striche
hell- und dunkelblaue Varianten
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(010)
"Sion" 41 mm breit,
"Ö"-Punkte mit "O" verbunden, "rein obergärig" eng geschrieben, "g" wie
"o" mit Haken unten,
Dom: 4 Spitzen, 20 Striche anderer Schrifttyp 012 |
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(029)
wie 003, nur mit KBV-Logo auf Rückseite
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(028)
"rein obergärig" in blau, "Kölsch" in weiß ohne blaue Umrandung, Glas
ohne Eichung, Schrift ähnlich 003
(Sammlung Kahl)
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(004)
(1994)
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(007)
Light, Varante 1 |
(033)
Light, Variante 2
(wie 007, nur ohne umlaufende Streifen)
(Sammlung Kahl) |
(034)
Light, Variante 3
(wie 033, nur mit schwarzem Rand beim "Light". Rastal Musterglas-Stempel
(Sammlung Kahl)
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(006)
Light, Variante 4
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(011)
Souvenierglas ohne Eichung, grau statt silber in "Sion"
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(044)
Souvenierglas ohne Eichung, rot-braun statt silber in "Sion",
"Kölsch" auch rot-braun |
(005)
"Sion" 55 mm breit,
"Kölsch" 24 mm breit,
"K" unterm "o"
140 und 152 mm
(1988-1990) |
(019)
"Sion" 55 mm breit,
"Kölsch" 28 mm breit,
"K" unterm "i"
auch in 0,1 l
(1990)
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(035)
wie 019, nur ohne Dom-Grafik
(Sammlung Kahl) |
(017)
kleines Logo (36 mm breit)
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(024)
Kunststoffglas (Fa. ELMA)
"Sion" 37 mm breit |
(020)
2003-2011
blaue und dunkel-blaue Varianten |
(023)
2011- |
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(009)
Brauhaus Sion,
steiles "S", Dom aus 20 Strichen |
(018)
Brauhaus Sion,
breites "S", Dom aus 17 Strichen |
(025)
Brauhaus Sion |
(026)
"Köln Kultur"
"KölschKultur" |
(027)
Ständige Vertretung Bremen |
(040)
Ehrenfelder Brauhaus |
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(043)
Sonderglas anlässlich der Einweihung des Brauhaus-Wanderwegs 1993 |
(042)
700 Jahre Brauhaus Sion |
(015)
"Sion" 55 mm breit,
ohne "Kölsch"
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(030)
ohne "Kölsch" und ohne Dom
(Sammlung Kahl) |
(031)
ohne "Kölsch"
(Sammlung Kahl) |
(032)
Fehldruck (richtige Druckfarbe nur von der Rückseite her sichtbar)
(Sammlung Kahl) |
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(032)
Altstadt-Brau
ohne Nennung von Sion
vermutlich um 1937 |
(019)
Altstadt-Bräu Sion-Risch
Echt Kölsch
Rückseite: Kolter Echt Kölsch, vermutlich um 1937
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(011)
Brauerei Sion Köln
Echt Kölsch |
(004)
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(006)
9,3 cm Durchmesser
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(018)
8,8 cm Durchmesser |
(015)
Fehl-/Probedruck |
(016)
Fehl-/Probedruck |
(013)
Fehl-/Probedruck |
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(001)
(1983)
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(002)
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(003)
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(008)
"Brautradition seit 1511" |
(038)
oh, vertan, doch
"Brautradition seit 1318"
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(009)
(030) (012)
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(007)
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(010)
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(026)
Freiluftkino im Schokoladenmuseum (2005?)
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(014)
Freiluftkino im Schokoladenmuseum (2006) |
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(017)
Sonderdeckel für Wettbewerb im Schocken (Kartenspiel) (2006) |
(027) |
(034)
Sonderdeckel 700 Jahre Sion Brauhaus 2018 |
(036) |
(035)
Sonderdeckel Handball-WM 2019 |
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(009)
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(010)
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(008)
Variante: abgerundete Ecken
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(017)
für 0,33l: 84x66mm
für 0,5l: 102x79mm |
(019)
Sammlung Hildner) |
(018)
"Tradition aus der Altstadt
seit 1511" |
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(006)
"Tradition aus der Altstadt
seit 1511"
0,5l
(1988-1990)
(1990-1992)
(1991-1993)
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(015)
"Tradition aus der Altstadt
seit 1511"
0,33l
(1990-1992) |
(011)
"Tradition aus der Altstadt
seit 1511"
0,5l und 0,33l |
(005)
"Brauhaus-Tradition seit 1318" |
(016)
"Brauhaus-Tradition seit 1511" |
(012)
Variante: abgerundete Ecken |
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(003)
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(002)
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(007)
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(013)
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(020)
(Sammlung Hildner) |
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(004)
Alkoholfrei (1993) |
(014)
Alkoholfrei mit 4,8% ? |
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